Sternekoch Marcel Reß über seinen Erfolg bei „Topchef“ und einen möglichen Neuanfang auf Mallorca
Marcel Reß by twitter/topchef

Sternekoch Marcel Reß über seinen Erfolg bei „Topchef“ und einen möglichen Neuanfang auf Mallorca

Gerade einmal 27 Jahre ist Marcel Reß alt und zählt dennoch bereits zur Créme-de-la-Créme der Gastro-Szene in Spanien. Zusammen mit dem britischen Spitzenkoch Marc Fosh erkochte der Deutsche einen Michelin-Stern für das „Simply Fosh“ in Palma. Seit diesem Herbst tritt er jede Woche bei dem wöchentlichen Kochwettbewerb „Topchef“ im spanischen Fernsehen auf.

Sie zählen zu den heißen Favoriten für den Gewinn bei „Topchef“. Kochen Sie wirklich so gut?
Die anderen Teilnehmer sind auch alle Spitzenköche. Es kommt bei der Sendung aber auch auf andere Dinge an. Zum Beispiel Improvisationstalent. Ohne das kann man gleich Zuhause bleiben. Es ist unglaublich schwierig, in nur 45 Minuten auf so hohem Niveau zu kochen. Außerdem zählt auch der Charakter.

Warum?
Die Koch-Show ist natürlich darauf ausgelegt, die Teilnehmer in Stress-Situationen zu bringen. Als wir beispielsweise nach Istanbul gereist sind, wussten wir davon erst, als wir am Flughafen in Madrid die Boarding-Karten ausgehändigt bekamen. Als Profi-Koch bist du einfach daran gewöhnt, dass du immer weißt, wo alles liegt, deine Zutaten, deine Messer, deine Töpfe und Gerätschaften. Alles liegt immer an seinem Platz. Anders bei „Topchef“: Dort wurde man stets mit einer völlig neuen Situation konfrontiert. Das führte zu einem ständigen Druck, der sich manchmal auch in Reibereien zwischen den Teilnehmer entlud. Die ruhe zu bewahren, den Überblick behalten. Damit kommt man vorran.

Warum haben Sie sich überhaupt auf so eine Koch-Show im Fernsehen eingelassen?
Das war eigentlich gar nicht beabsichtigt. Es war ein Vorschlag meines Teams. Ich habe mit „Topchef“ natürlich vor allem das Ziel verfolgt, mich in der Gastro-Szene in Spanien besser bekannt zu machen. Das hätte bei einem schlechten Abschneiden in der Sendung auch nach hinten losgehen können.

Sie haben Ihre Arbeit als Chefkoch bei „Simply Fosh“ mittlerweile in Palma beendet. Was sind Ihre Pläne?
Ich habe bei Marc Fosh sechs Jahre lang gearbeitet, mit einem tollen Team, das mich stets voll unterstützt. Ein Chefkoch ist ja nur so gut wie sein Team. Ich habe in dieser Zeit aber auch viel gearbeitet, kaum Freizeit und fast keinen Urlaub. Die Zeit ist nun reif, um etwas neues, eigenes auf die Beine zu stellen.

Ein eigenes Restaurant?
Ich arbeite mit meinem Team an einem Projekt. Was daraus am Ende genau entsteht, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht eine art exklusives Bistro-Restaurant. Das Ziel ist dabei schon klar: Ich will mir einen Stern kochen.

Kocht jemand wie Sie auch in seiner Freizeit so anspruchsvoll wie bei der Arbeit?
Dieses Vorurteil habe ich schon des Öfteren gehört. Kann ich aber nicht bestätigen. Ich habe einfach nicht immer die Zeit, so aufwendige Gerichte nach Feierabend zuzubereiten. Außerdem verdienen wir auch nicht so viel Geld, dass wir uns stets die teuersten und besten Zutaten leisten können. Es kann bei mir nach Feierabend oder im Kreis von Freunden auch mal schnell gehen. Eine gute Pizza oder einen leckeren Kepab gönne ich mir gerne einmal.

Letzte Änderung am Freitag, 08 Januar 2016 08:28
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2 Kommentare

  • Toes Pain Causes
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